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Werbeartikelmarkt wächst weiter
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PSI 2018 steigert Internationalität

Professionell, Stark und International: Dafür stehen die drei Buchstaben der PSI schon immer. Doch dieses Mal gab Europas größte Messe der Weltartikelwirtschaft der Bedeutung ihrer Initialen ganz besonderen Nachdruck. Denn die PSI 2018 rief und noch mehr internationale Besucher aus aller Welt kamen. 58 Prozent der Besucher reisten aus dem Ausland an, jeder siebte von ihnen aus Übersee. Entsprechend bunt war das Fahnen-Meer der vertretenen Nationen auf dem Düsseldorfer Messegelände. Fast 90 Länder zeigten in Düsseldorf Flagge und machten die Messe für drei Tage zum Mittelpunkt der Werbeartikelwelt. Eine neue Bestmarke. Die PSI setzte damit spürbare Akzente für den dynamischen Start ins neue Geschäftsjahr. Insgesamt zählte der Veranstalter Reed Exhibitions Deutschland 925 Aussteller aus 37 Nationen (Vorjahr: 988) und 17.342 Besucher (Vorjahr: 18.094); darunter 1.200 Kunden aus der Industrie, die am letzten Veranstaltungstag die Gelegenheit hatten, auf Einladung des Handels die PSI zu besuchen. Damit knüpfte die PSI nahtlos an die Bestmarken des Vorjahres an.

„Digital only“ – das war gestern. Heute sind Werbeträger zum Anfassen gefragt. Übersetzt in die Sprache der Werber heißt das: Konsumenten, speziell Millenials suchen verstärkt authentische Markenerlebnisse, sie haben weniger Vorbehalte und Berührungsängste, sich mit ihren Marken zu identifizieren und sie sind offen, sich mit ihnen zu zeigen. „Was wir derzeit in vielen Bereichen beobachten, lässt sich vielleicht am besten als analoge oder haptische Revolution bezeichnen. Menschen suchen heute, im Zeitalter der digitalen Reproduzierbarkeit und Beliebigkeit, nach Dingen, die sie real und multisensorisch erleben können. Ein Mega-Trend, der sich natürlich positiv auf die Werbeartikelbranche auswirkt“, sagt PSI-Chef Michael Freter zum Abschluss der dreitägigen Leistungsschau der Werbeartikelbranche.

Branchenumsatz in Deutschland erstmals über 3,5 Mrd. Euro
Eine Einschätzung, die sich auch in den aktuellen Branchendaten widerspiegelt, die vom Gesamtverband der Werbeartikel-Wirtschaft (GWW) traditionell zur PSI veröffentlicht werden. Denn erstmals übersprang die Branche in Deutschland die magische Umsatz-Grenze von 3,5 Mrd. Euro (Vorjahr 3,47 Mrd). Ein Trend, der sich fortsetzen wird, wie der GWW-Vorsitzende Frank Dangmann erwartet: „Fast jedes Großunternehmen und 75 Prozent aller mittelständischen Unternehmen in Deutschland setzen heute in der Kommunikation mit den Kunden Werbeartikel ein.“ Jedes fünfte befragte Unternehmen plane, künftig mehr Geld in Werbeartikel zu investieren. Sondereffekte verspricht sich die Branche – speziell in Deutschland und Europa – von der Fußball-WM 2018 in Russland.

Prognose 2018 europaweit positiv
Für den europäischen Markt wird für 2018 mit einem Wachstum von 5,3 Prozent gerechnet. Das geht aus dem aktuellen PSI Branchenbarometer hervor, das vom PSI Institut im Vorfeld der Messe erhoben wird. Befragt wurden knapp 1.000 Lieferanten und Werbeartikelhändler aus ganz Europa.

US-Markt rechnet ebenfalls mit Zuwächsen
Und auch im „Homeland“ von Facebook, Google und Co. bleibt die Branche auf Wachstumskurs. Für das abgelaufene Geschäftsjahr rechnet das Advertising Specialty Institute (ASI) mit Umsätzen von 22,9 Mrd. US-Dollar. Ein Plus von rund 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Ranking der Topseller auf Platz 1 – Textilien, speziell T-Shirts und Caps. Ein Mega-Trend auch hier – die nachhaltige Fertigung und nachvollziehbare Lieferkette. „Millenials sind sehr aufgeschlossen, was Werbeartikel anbelangt, aber ebenso sensibel, wenn es um die Einhaltung ökologischer und sozialer Standards geht“, so die Erfahrung von ASI-Präsident Tim Andrews.

Mega-Trends und Neuheiten bestimmen das Bild der PSI
Die Mega-Trends, von denen Michael Freter und Tim Andrews sprachen, bestimmten auch das Bild der diesjährigen PSI. „Der Trend zur Nachhaltigkeit und zu qualitativ hochwertigeren Produkten ist eindeutig“, so Michael Freter. Eine Aussage, die das aktuelle PSI Branchenbarometer unterstreicht. Demnach haben inzwischen über 90 Prozent der befragten Werbeartikellieferanten und Händler zertifizierte oder nachweislich nachhaltige Produkte im Sortiment. Bei mehr als der Hälfte der Lieferanten und Händler liegt der Anteil nachhaltiger Produkte am Gesamtsortiment sogar bei über 30 Prozent.

Nachhaltig und vielfach hochwertig, das gilt für nahezu alle Sortimentsbereiche. Egal ob im Schreibwarensortiment, das von der Renaissance der Schreibkultur ebenso profitiert wie von der Kombination aus analogem Schreibgerät und digitaler „Weiterverarbeitung“. Oder im Bereich der Werbetextilien, der mit rund 200 Ausstellern besonders stark vertreten war und mit Sonderschauen wie dem „Walk of Cotton“ das Thema Nachhaltigkeit darstellten. Und ebenso mit Produkten, die sich im Look & Feel im Retro-Trend von Petticoat, Polaroid und (Vinyl-)Platte präsentierten. Außen stylish, innen top-modern und nachhaltig.

Werbeartikel als Lifestyle in Szene zu setzen – das macht den Charakter der PSI aus. Sei es im Rahmen des PSI Catwalk, im GUSTO Pavillon oder mit vielen überraschenden Produktideen und Neuheiten an den Ständen, die in dieser Form nur auf der PSI zu sehen sind. Beispielsweise einem singenden Flaschenöffner in Mini-Fußballform, der beim Gebrauch WM-Fangesänge anstimmt oder einem Regenschirm, der sich je nach Niederschlagsmenge verfärbt und auch dem tristesten Wetter noch seine guten Seiten abgewinnt oder einer Trinkflasche aus Silikon, die sich im leeren Zustand auf Westentaschen-Größe bringen lässt. Beispiele, die deutlich machen, was PSI Director Petra Lassahn meint, wenn sie sagt: „Wo die Vorstellungskraft von der Vielfalt von Werbeartikeln endet, da beginnt die PSI.“

Die kommende PSI findet vom 8. bis 10. Januar 2019 in Düsseldorf statt.

Bilder: Messe PSI / Behrendt und Rausch
Creora
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