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Angelika Huemer und Georg Stausberg
Oerlikon verkauft Bändchen- und Monofilament-Technologien an Starlinger
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Oerlikon hat heute bekanntgegeben, dass das Unternehmen das Produktportfolio seines Segments Manmade Fibers weiter auf die Zukunft moderner Industrie 4.0 Anlagenlösungen ausrichten und sich dabei verstärkt auf sein Filament-, Stapelfaser- und Nonwovens-Kerngeschäft fokussieren wird. Daher trennt sich der Konzern von seinen Technologielösungen für Bändchen- und Monofilament-Anlagen. Die deutsche Geschäftseinheit aus Chemnitz – auch bekannt unter dem Markennamen „Barmag Spinnzwirn“ – wird von der österreichischen Starlinger Gruppe mit Sitz in Wien übernommen. Hierzu haben beide Unternehmen in dieser Woche einen entsprechenden Kaufvertrag unterzeichnet. Zum finalen Vertragsabschluss (Closing) soll es Ende des dritten Quartals dieses Jahres kommen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Segment Manmade Fibers konzentriert sich auf Filament, Stapelfaser und Nonwovens
Als Technologie-Trendsetter hat sich die „Barmag Spinnzwirn“ in den letzten Jahrzehnten am Markt erfolgreich etabliert. Ihre Extrusionsanlagen für die Herstellung von Bändchen- und Monofilamenten für Polypropylen (PP), Polyethylen (PE), Polyamide (PA) und Polyester (PET) offeriert die Einheit des Oerlikon Segments Manmade Fibers als schlüsselfertige Anlagenkonzepte. Mit den zuletzt eingeführten automatischen Wicklern WinTape und WinTape XXL sowie dem EvoTape Prozess für Folienextrusion konnte die Chemnitzer Zweigniederlassung der deutschen Muttergesellschaft Oerlikon Textile GmbH & Co. KG, Remscheid, ebenfalls gute Markterfolge verzeichnen. Die Technologien für ausgewählte Hochgeschwindigkeitswickler und Präzisionsspulautomaten für Spezialanwendungen wie Aramid und Carbon werden ebenfalls mit an Starlinger verkauft. Die Geschäftseinheit verfügt insgesamt über eine sehr solide internationale Kundenbasis mit langjährigen erfolgreichen Beziehungen. In 2015 wurde ein neues, innovatives Technikum zur Durchführung von Kundenversuchen und zur Nutzung für die eigene Forschung und Entwicklung in Betrieb genommen. Am Standort Chemnitz sind derzeit rund 160 Mitarbeiter beschäftigt.

„Wir trennen uns von unseren Bändchen- und Monofilament-Technologien sowie unserem Standort in Chemnitz, weil wir der Überzeugung sind, dass die ,Barmag Spinnzwirn‘ durch einen breiteren Marktzugang und durch mehr Synergien unter dem neuen Besitzer besser weiterentwickelt werden kann, als es mittel- und langfristig in unserem Segmentumfeld möglich wäre. Damit können wir uns als Segment des Oerlikon Konzerns stärker auf unser Kerngeschäft für Filament-, Stapelfaser- und Nonwovens-Anlagen mit automatisierten Industrie 4.0 Lösungen fokussieren und auf diesem Wege die Zukunft unseres Unternehmens sowie der Chemiefaserindustrie weiterhin aktiv gestalten“, erklärt Georg Stausberg, CEO des Segments Manmade Fibers. „Mit dem österreichischen Unternehmen Starlinger haben wir einen Käufer für unsere Geschäftseinheit in Chemnitz gefunden, der als weltweit führender Anbieter von Anlagen zur Erzeugung gewebter Kunststoffsäcke, Kunststoff-Recycling und -Veredelung über einen exzellenten Marktzugang verfügt und so das Geschäft der ,Barmag Spinnzwirn‘ erfolgreich weiterentwickeln kann. Wir haben entschieden, den Markennamen ebenfalls mit zu übergeben, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten“, so Stausberg weiter.

Angelika Huemer, Geschäftsführende Gesellschafterin der Starlinger & Co. GmbH, erklärt: „Wir freuen uns, mit der ,Barmag Spinnzwirn‘ eine vielversprechende und für die Kunden der Starlinger Gruppe sehr interessante und attraktive Ergänzung unseres Produktportfolios vornehmen zu können. Die dadurch entstehenden Synergien in technischer als auch kaufmännischer Hinsicht werden unsere weltweit führende Position im Bereich textiler Verpackungen und deren Anwendungen untermauern und mittelfristig zu neuen, innovativen und kundenorientierten Lösungen führen. Den Standort Chemnitz beabsichtigen wir weiter zu stärken, die Mitarbeiter der ,Barmag Spinnzwirn‘ heißen wir in der „Starlinger Familie“ herzlich willkommen.“
Creora
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