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ZUSE-TAG REGIONAL im Textilforschungszentrum Denkendorf
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Nachhaltige Industrieforschung für den Mittelstand.

Die unabhängigen Anwendungsorientierten Forschungsinstitute in Deutschland leisten einen zentralen Beitrag für den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Mittelstand und Industrie hinein. Am 20. September 2018 fand bundesweit an rund 30 Standorten der erste ZUSE-TAG REGIONAL statt, bei dem der Austausch mit der Politik im Vordergrund stand. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung in Denkendorf (DITF) als Mitglied der ZUSEGemeinschaft in der Region Stuttgart wählten dafür das Leitthema Digitalisierung und Industrie 4.0.

Nach der Begrüßung durch den Sprecher des Vorstands Professor Götz T. Gresser, zeigten Wissenschaftler der DITF Beispiele ihrer interdisziplinären Forschung.

Die Möglichkeiten Sensorik in Textilien einzubauen, sind vielfältig: Ein Handschuh überprüft Blutdruck, Sauerstoffsättigung, Herzrate, Atmung und Körpertemperatur und löst im Notfall Alarm aus. Sensoren in der Schutzkleidung für Feuerwehrleute melden Vitalparameter an die Einsatzleitung und eine kleine Ampel auf dem Ärmel zeigt dem Helfer, wenn er überfordert ist. Er kann daraufhin schnell geortet und aus dem Einsatz genommen werden.

Leuchtende Schutzbekleidung sorgt bei Großeinsätzen eine schnelle und eindeutige Funktionserkennung der Einsatzkräfte. Sensorische Socken warnen Diabetiker, wenn der Druck auf einzelne Regionen des Fußes zu groß wird und beugen auf diese Weise Druckgeschwüren vor.

Auch die deutschen Skifahrer bei den olympischen Winterspielen profitierten von der Forschung in Denkendorf: Eine innovative Heizhose sorgte dafür, dass die Muskeln während langer Wartezeiten vor dem Start nicht erkalten.

Ein weiteres Thema der Denkendorfer Forscher sind textile Schalter. Wenn sie mit dem Finger berührt werden, ändert sich der elektrische Widerstand, was elektronisch erfasst und als Schaltsignal verwendet wird.

Sensoren in Faserverbundwerkstoffen, wie sie zum Beispiel in Fahrzeugen oder Bauwerken eingesetzt werden, können Verformungen und Schädigungen frühzeitig erkennen.
Moderne Sicherheitsmarkierungen schützen vor Plagiaten. Dabei wird mit einem Inkjet-Drucker ein „Datamatrixcode“ aufgedruckt, der für das Auge nicht zu erkennen ist und erst mit einer Infrarot-Lampe sichtbar gemacht wird. Auch die Oberflächen von Textilien können zukünftig direkt per Digitaldruck funktionalisiert werden. Spezielle Tinten wirken wasserabweisend oder elektrisch leitend.

Die Wissenschaftler präsentierten zum Thema Digitalisierung das Konzept der Digital Micro Factory. Mit Hilfe von digitaler Vernetzung können individualisierte Produkte wettbewerbsfähig produziert werden.

Die DITF sind auch Partner des Kompetenzzentrums „Textil vernetzt“ der bundesweiten Initiative Mittelstand 4.0. Im Rahmen dieser Initiative wurde an den DITF ein Schaufenster gestaltet, das „Digitalisierung“ greifbar und erlebbar macht. Schwerpunktthemen sind die voll vernetzte, integrierte Produktionskette „Simulate, Print and Cut“, die automatisierte Herstellung von „Smart Textiles“ und „Leichtbau-Textilien“ mit lichtlenkenden Beleuchtungsfunktionen.

Letzte Station des Rundgangs durch die Denkendorfer Forschungslandschaft war der neue Forschungskubus auf dem Gelände der DITF. In ihm werden Beschattungssysteme für Smart Homes und vertikale Begrünungssysteme entwickelt.

Gabriele Reich-Gutjahr, die wirtschaftspolitische Sprecherin der FDP/DVP-Fraktion im Landtag Baden-Württemberg, war beeindruckt über die Vielzahl der Anwendungsmöglichkeiten: „Die institutionelle Industrieforschung sehe ich als zentralen Impulsgeber der innovativen Unternehmerschaft in unserer mittelständisch geprägten Wirtschaft und sie ergänzt die breit aufgestellte Hochschullandschaft. Die Innovationskraft des Landes Baden-Württemberg findet in der Umsetzung anwendungsnaher Lösungsansätze in marktfähige Produkte ihren Ausdruck“ sagte Reich-Gutjahr.


Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF)
Vom Molekül bis zum fertigen Produkt und seinem Marktgang forschen und entwickeln die DITF entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette und beziehen dabei auch Unternehmensabläufe und Geschäftsmodelle mit ein.

Unter dem Dach der DITF wird in drei Forschungsbereichen - dem Bereich Textilchemie und Chemiefasern, dem Bereich Textil- und Verfahrenstechnik sowie dem Bereich Management Research an allen textilen Zukunftsthemen gearbeitet. Eine angegliederte Produktservice GmbH, die als Technologietransferzentrum dem Markt ein breites Dienstleistungsangebot zur Verfügung stellt, unterstützt diese Aktivitäten.

Die Zuse-Gemeinschaft:
Die Zuse-Gemeinschaft vertritt die Interessen unabhängiger anwendunsorientierter Industrieforschungseinrichtungen. Dem technologie- und branchenoffenen Verband gehören bundesweit über 70 Institute an. Als praxisnahe und kreative Ideengeber des deutschen Mittelstandes übersetzen sie die Erkenntnisse der Wissenschaft in anwendbare Technologien und bereiten so den Boden für Innovationen, die den deutschen Mittelstand weltweit erfolgreich machen.


Gabriele Reich-Gutjahr(Mitte), die wirtschaftspolitische Sprecherin der FDP/DVP- Landtagsfraktion Baden-Württemberg lässt sich Abstandsgewebe für verschiedene Anwendungen zeigen. Li: Götz T. Gresser, Vorstandssprecher der DITF, re: Meike Tilebein, Leiterin des Bereichs Management Research. Foto: DITF
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