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Abwärtstrend verfestigt sich
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Der Monat November bringt fast durchweg negative Vorzeichen. Sowohl die Konjunkturzahlen des Monats November als auch die Prognosen und Frühindikatoren bei der Auftragslage zeigen keinerlei Signale für eine kurzfristige Erholung. Das Jahr 2018 wird damit insgesamt im Minus schließen, insbesondere bei Bekleidung. Der ifo–Index sowohl für die Gesamtwirtschaft als auch bei Textil und Bekleidung sinkt, so dass sich der Abwärtstrend zunächst fortsetzen dürfte.

Die Umsätze sinken im November in beiden Segmenten deutlich. Textil erzielt im November -3,3 % weniger Umsatz als im November des Vorjahres, bei Bekleidung sind es -3,7 %. Damit liegen die Gesamtumsätze der ersten elf Monate des Jahres 2018 bei -1,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bekleidung verliert dabei -4,3 %, und auch Textil liegt jetzt mit -0,1 % leicht unter dem Vorjahr.

Die Beschäftigung ist bei Bekleidung klar rückläufig (-4,1 % im Jahresdurchschnitt), Textil hält sich angesichts der bröckelnden Umsätze mit immerhin +1,2 % noch gut.

Die geleisteten Arbeitsstunden gehen bei Bekleidung mit -4,8 % per November recht kräftig zurück, während sie bei Textil mit +0,6 % immer noch knapp über dem Vorjahresvolumen per November liegen.

Die inländische Produktion3) ist in beiden Segmenten seit geraumer Zeit rückläufig. Nach einer kurzzeitigen Erholung im Oktober sinkt das Produktionsvolumen nun wieder deutlich: per November -3,4 % bei Textil und -3,1 % bei Bekleidung.

Die Auftragslage ist bei Bekleidung deutlich rückläufig. Bei Textil zeichnet sich ebenfalls ein Rückgang bei den Auftragseingängen ab. Die Auftragsbestände sind bei Textil zwar noch positiv, bei Bekleidung sind sie jedoch in den vergangenen Monaten kontinuierlich zurückgegangen.

Die Erzeugerpreise steigen zwar seit einigen Monaten ein wenig stärker, insgesamt aber noch immer nur geringfügig an. Bei Textil per November mit +0,9 % etwas stärker als bei Bekleidung (+0,7 %).

Der Umsatz im Bekleidungseinzelhandel entwickelte sich über den Sommer sehr unbefriedigend. Nach einer kurzzeitigen Entspannung im Oktober sinken die Umsätze des Bekleidungseinzelhandels im November mit -1,0 % wieder. Dies ist umso bedauerlicher, weil im November die Umsätze des gesamten Einzelhandels mit +3,5 % nochmals zulegen konnten und nun per November bei +3,2 % liegen, während die Umsätze im Bekleidungseinzelhandel mit -1,3 % rückläufig waren. Verstärkt wird diese Diskrepanz noch durch die ungünstigere Preisentwicklung im Bekleidungseinzelhandel im Vergleich zum gesamten Einzelhandel.

Beim Außenhandel4) bleibt die Lage unverändert: Die Exporte steigen insgesamt per November um +5,6 % an. Dies geht auf im Jahresverlauf steigende Exporte bei Bekleidung zurück (+8,9 %), Textil liegt mit +0,3 % etwa auf dem Vorjahresniveau. Demgegenüber sinken die Einfuhren bei Textil per November um -0,9 %, bei Bekleidung steigen sie um +1,1 %. Die Einfuhren insgesamt steigen in den ersten elf Monaten damit um +0,6 % gegenüber dem Vorjahr an.

Der Einfuhrüberschuss liegt damit um -10,2 % unter dem des Vorjahreszeitraums.

Die Rohstoffeinfuhren sanken per November um -7,1 %, und dies trotz durchschnittlich steigender Rohstoffpreise.

ifo-Konjunkturklimaindex Januar 2019
Der Konjunkturtrend für das gesamte verarbeitende Gewerbe sinkt weiterhin und im Januar 2019 zudem überraschend stark. Sowohl Bekleidungs- als auch Textilindustrie folgen diesem Trend der pessimistischeren Lage- und Zukunftseinschätzung. Selbst die Textilindustrie, die sich in den vergangenen Monaten noch ein wenig von den negativen Trends absetzen konnte, folgt parallel zu den schlechter werdenden Konjunkturzahlen der Branche den allgemein negativeren Einschätzungen. Die Prognosen für die Gesamtkonjunktur sind weiterhin nicht ermutigend. Sowohl, was die Konjunktureinschätzungen für 2019 angeht, als auch was belastende Signale wie z. B. die Außenhandelskrise und steigende Rohstoffpreise betrifft.

Der Meldung angehängte Datei(en)
2019-01 Konjunkturbericht
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